
Verwarnung, Stumm, Sperre: Strafen einrichten
Die Kette entscheidet, was beim ersten Verstoß passiert und wann der Zähler zurückgeht. Stufen, Zustellung der Verwarnung, Amnestie und manuelle Prüfung.
Eine Regel findet den Verstoß nur. Was damit geschieht, entscheidet die Strafkette — und solange sie nicht eingerichtet ist, schweigt die Regel. Das ist der häufigste Grund für die Klage „der Bot tut nichts": Der Phrasensatz steht, der Block ist an, und Strafen gibt es keine.
Wo es eingerichtet wird#
Die Kette gehört nicht zum Chat als Ganzem, sondern zu einem Regelsatz: Der Phrasensatz hat eine eigene, die Linkgruppe eine eigene, jedes Thema der KI-Moderation eine eigene. Geöffnet wird sie aus der Karte des Satzes — „Strafen für Verstöße".

Deshalb lassen sich Werbung und Beleidigungen völlig unterschiedlich bestrafen, und die Verstoßzähler verschiedener Sätze addieren sich nicht zu einem.
Wie eine Stufe aufgebaut ist#
Eine Kette ist eine Liste von Stufen der Form „Nach N Verstößen". Sie können so viele anlegen, wie Sie brauchen; gibt es mehr Verstöße als Stufen, wiederholt sich die letzte. Das Dashboard schreibt es unter die Kette: Ab so und so vielen Verstößen gilt weiterhin die letzte Stufe.
Auf jeder Stufe wählen Sie die Hauptaktion:
| Aktion | Was passiert |
|---|---|
| Ohne Strafe | nur Zusatzaktionen — Nachricht löschen, verwarnen |
| Stumm | verbietet vorübergehend das Schreiben |
| Aus dem Chat entfernen | wirft raus, Rückkehr möglich |
| Sperre | blockiert das Mitglied |
| An Administratoren zur Prüfung senden | der Bot bestraft nicht selbst, er schreibt privat |
Stumm und Sperre werden in Minuten angegeben; ein leeres Feld bedeutet „für immer". Bei der Sperre gibt es ein zusätzliches Häkchen „Alle Nachrichten des Nutzers löschen" — für Spammer, die ihre Werbung schon im ganzen Chat verteilt haben.
Zusatzaktionen#
Zu jeder Stufe, auch zu „ohne Strafe", kommen zwei Aktionen: Nachricht löschen und Verwarnung senden.
Die Verwarnung ist interessanter, als sie klingt, denn sie hat vier Zustellwege:
- in den Chat — alle sehen sie;
- in den Chat, nur für den Störer — die Nachricht steht im Chat, aber nur eine Person sieht sie; der Chat bleibt sauber, und angekommen ist es trotzdem;
- als Direktnachricht — kommt nur an, wenn das Mitglied bereits mit dem Bot geschrieben hat;
- nicht senden — die Strafe greift still.
Den Text schreiben Sie selbst, und Sie können darin den Störer erwähnen. Für Verwarnungen im Chat lohnt sich das automatische Löschen: von einer Minute bis zu einem Tag. Dabei wird nur die Nachricht des Bots entfernt — die Strafe selbst und die Nachricht des Mitglieds bleiben.
Amnestie, damit der Zähler nicht ewig wächst#
Eine eigene Einstellung ist „Stufe herabsetzen nach": von einer halben Stunde bis zu einer Woche, oder „nicht herabsetzen". Ohne sie bekommt jemand, der vor einem Jahr verwarnt wurde, beim nächsten Ausrutscher sofort die zweite Stufe der Kette.
Für einen lebendigen Chat ist die Amnestie beinahe Pflicht. Ein vernünftiger Startpunkt: ein Tag für Kleinigkeiten wie Schimpfwörter und eine Woche für Werbung; bei Betrugssätzen schaltet man sie meist ganz ab.
Die Stufe „zur Prüfung an Administratoren"#
Eine besondere Aktion: Der Bot tut selbst nichts, sondern schickt eine Karte per Direktnachricht an den Inhaber und an die Administratoren mit dem Recht „Moderationshinweise in Telegram". Entschieden wird von einem Menschen.
Das ist ein guter erster Schritt dort, wo ein Fehler teuer ist — und eine gute Art, eine Woche mit einem neuen Regelsatz zu leben, bevor man ihm Sperren anvertraut.
Besonderheiten normaler Gruppen#
Ist die Gruppe keine Supergruppe, kann Telegram weder stummschalten noch zeitlich begrenzt sperren. Das Dashboard weist direkt an der Stufe darauf hin: Die Stummschaltung wird übersprungen, die Sperre wird unbefristet. Die Einstellung bleibt gespeichert und greift von selbst, sobald die Gruppe zur Supergruppe wird.
Womit anfangen#
Eine funktionierende Kette für den Satz „Schimpfwörter" in einem normalen Chat:
- nach 1 Verstoß — ohne Strafe, Nachricht löschen und nur den Störer verwarnen, automatisches Löschen nach 5 Minuten;
- nach 2 Verstößen — 60 Minuten stumm, Nachricht löschen;
- nach 3 Verstößen — einen Tag stumm;
- Stufe nach 1 Tag herabsetzen.
Bei einem Betrugssatz ist es einfacher: gleich die erste Stufe ist eine dauerhafte Sperre mit Löschen aller Nachrichten, Amnestie aus.
Womit bestraft wird, ist die halbe Miete; was überhaupt gefangen werden soll, erklärt die Gesamtanleitung: Eine Telegram-Gruppe vor Spam schützen.
Warum findet der Bot einen Verstoß und tut nichts?
Dem Satz fehlt die Strafkette. Solange sie keine einzige Stufe hat, greift die Regel ins Leere. Dasselbe gilt für eigene Regeln der KI-Moderation.
Was passiert nach der letzten Stufe der Kette?
Die letzte Stufe wiederholt sich. Eine Kette, die mit einer Verwarnung endet, verwarnt weiter — „nach Erschöpfung" dauerhaft zu sperren macht der Bot nicht von sich aus.
Wie verhindere ich, dass alte Verstöße ewig zählen?
Stellen Sie „Stufe herabsetzen nach" ein — von 30 Minuten bis zu einer Woche. Danach geht der Verstoßzähler eine Stufe zurück.
Kann ich jemanden verwarnen, ohne dass der ganze Chat es sieht?
Ja, wählen Sie die Zustellung „in den Chat, nur für den Störer". Die Nachricht erscheint im Chat, sehen kann sie aber nur er.
Warum greift die Stummschaltung nicht?
Höchstwahrscheinlich ist die Gruppe keine Supergruppe — in einer normalen Gruppe kann Telegram das Schreiben nicht einschränken. Die Stufe wird übersprungen, und die Einstellung greift nach dem Wechsel zur Supergruppe.
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